Was Kyūdō ist
Der japanische Bogen ist asymmetrisch: der Griff sitzt im unteren Drittel. Geschossen wird in acht festgelegten Stufen, dem hassetsu — vom Stand über das Heben und Öffnen bis zum Lösen und dem zanshin, dem Nachhalten. Getroffen wird nicht, indem man zielt, sondern indem die Form stimmt. Trifft der Pfeil nicht, sucht man den Fehler nicht am Ziel.
Zwei Traditionen in der Schweiz
Die Chikurin-ha-Gruppen stehen in der Koryū-Tradition der Heki-ryū Bishū Chikurin-ha, die auf Heki Danjō Masatsugu im 15. Jahrhundert zurückgeht — das kriegerische Bogenschiessen zu Fuss. Europäisch koordiniert wird diese Linie durch die OKO Kyudo Europe.
Die Shōmen-Gruppen folgen der standardisierten Form der Zen Nippon Kyūdō Renmei, nach der auch graduiert wird.
Der Verband
Der Schweizerische Kyudo Verband wurde 1978 gegründet und zählt heute rund 150 Aktive in regionalen Gruppen. Er ist Gründungsmitglied der International Kyudo Federation und in der European Kyudo Federation vertreten; Graduierungen bis zum 6. Dan und Renshi-Titel werden über ihn geprüft.
Die aktuelle Gruppenliste führt der Verband selbst.